Neue Saison, neuer Anlauf und zum Auftakt gleich doppelt gefordert: Die Kegler des SC Reckenfeld starten am Wochenende in ihre siebte Zweitliga-Spielzeit. Und auch in der neuen Serie lautet die Zielsetzung für die Reckenfelder wieder ein Platz in den Playoffs.
Nun könnte man meinen, dass der SCR nach dem knapp verpassten Erstliga-Aufstieg in der abgelaufenen Saison dieses Mal reif sei für den Sprung ins Oberhaus. Doch das Personalkarussell hat in der Sommerpause einiges durcheinander gewirbelt – und einen alleinigen Favoriten zutage befördert: Erstliga-Absteiger GW 65 Rösrath wäre wohl schon in der bisherigen Besetzung ein knallharter Konkurrent im Titelrennen gewesen, hat sich aber nochmals namhaft verstärkt: Der vielfache Weltmeister Andre Laukmann wechselte vom Deutschen Meister SK Heiligenhaus zu den Rösrathern. Vom SKC Waldbrunn-Hadamar kam mit Timo Mandelik außerdem einer der stärksten Spieler der abgelaufenen Zweitliga-Saison in der Süd-Staffel. In dieser Besetzung dürfte im Aufstiegsrennen wohl kaum ein Weg an Rösrath vorbeiführen.
Wie stark das Team aus dem Bergischen Land ist, davon können sich die Reckenfelder bereits an diesem Sonntag überzeugen: Um 10 Uhr gibt der Top-Favorit seine Visitenkarte am Wittlerdamm ab. „Das wird für uns gleich ein echter Härtetest“, sagt SCR-Teamsprecher Andre Ahlers. Der SCR, bei dem sich anders als bei den Gästen in der Sommerpause personell nichts getan hat, tritt in Bestbesetzung an und hofft, zumindest beim Gesamtergebnis nicht in Bedrängnis zu geraten.
Dafür könnten sich die Reckenfelder einen Tag vor dem Spitzenspiel das nötige Selbstvertrauen holen, denn bereits am Samstag (14 Uhr, Wittlerdamm) bestreiten sie ihren Saisonauftakt gegen die SK Mülheim, die traditionell vor allem zu Hause stabil punktet, aber auswärts nur selten große Gefahr ausstrahlt. Nicht weniger als „ein überzeugendes 3:0“ fordert Ahlers in diesem Spiel von sich und seinen Teamkollegen. Zwei Aufgaben mit komplett unterschiedlichen Vorzeichen also für den SCR.
SCR: Andre Ahlers, Jonas van Raalte, Julian Geerdes, Robin Graes, Nick von Voss, Andre Penz, Michael Schlüter.