SC Reckenfeld 1928 e.V.

Doppelspieltag zum Saisonstart

Neue Saison, neuer Anlauf und zum Auftakt gleich doppelt gefordert: Die Kegler des SC Reckenfeld starten am Wochenende in ihre siebte Zweitliga-Spielzeit. Und auch in der neuen Serie lautet die Zielsetzung für die Reckenfelder wieder ein Platz in den Playoffs.

Nun könnte man meinen, dass der SCR nach dem knapp verpassten Erstliga-Aufstieg in der abgelaufenen Saison dieses Mal reif sei für den Sprung ins Oberhaus. Doch das Personalkarussell hat in der Sommerpause einiges durcheinander gewirbelt – und einen alleinigen Favoriten zutage befördert: Erstliga-Absteiger GW 65 Rösrath wäre wohl schon in der bisherigen Besetzung ein knallharter Konkurrent im Titelrennen gewesen, hat sich aber nochmals namhaft verstärkt: Der vielfache Weltmeister Andre Laukmann wechselte vom Deutschen Meister SK Heiligenhaus zu den Rösrathern. Vom SKC Waldbrunn-Hadamar kam mit Timo Mandelik außerdem einer der stärksten Spieler der abgelaufenen Zweitliga-Saison in der Süd-Staffel. In dieser Besetzung dürfte im Aufstiegsrennen wohl kaum ein Weg an Rösrath vorbeiführen.

Wie stark das Team aus dem Bergischen Land ist, davon können sich die Reckenfelder bereits an diesem Sonntag überzeugen: Um 10 Uhr gibt der Top-Favorit seine Visitenkarte am Wittlerdamm ab. „Das wird für uns gleich ein echter Härtetest“, sagt SCR-Teamsprecher Andre Ahlers. Der SCR, bei dem sich anders als bei den Gästen in der Sommerpause personell nichts getan hat, tritt in Bestbesetzung an und hofft, zumindest beim Gesamtergebnis nicht in Bedrängnis zu geraten.

Dafür könnten sich die Reckenfelder einen Tag vor dem Spitzenspiel das nötige Selbstvertrauen holen, denn bereits am Samstag (14 Uhr, Wittlerdamm) bestreiten sie ihren Saisonauftakt gegen die SK Mülheim, die traditionell vor allem zu Hause stabil punktet, aber auswärts nur selten große Gefahr ausstrahlt. Nicht weniger als „ein überzeugendes 3:0“ fordert Ahlers in diesem Spiel von sich und seinen Teamkollegen. Zwei Aufgaben mit komplett unterschiedlichen Vorzeichen also für den SCR.

SCR: Andre Ahlers, Jonas van Raalte, Julian Geerdes, Robin Graes, Nick von Voss, Andre Penz, Michael Schlüter.

Ländervergleichskampf in Reckenfeld

Gut ein halbes Dutzend Nationalspieler, eine Vielzahl nationaler und internationaler Titelträger, darunter der Rekordweltmeister: Auf der Sportanlag am Wittlerdamm messen sich am Sonntag die besten Keglerinnen und Kegler aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Mittlerweile zum zweiten Mal ist der SC Reckenfeld Gastgeber dieses traditionsreichen Ländervergleichs. Und wie eigentlich immer in der jüngeren Vergangenheit gehen die beiden Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen als haushohe Favoriten ins Rennen – sowohl bei den Damen als auch bei den Herren.

Die Auswahl des Westdeutschen Keglerverbands wird angeführt vom vielfachen Weltmeister Andre Lauckmann, der in der Vorsaison mit dem SK Heiligenhaus Deutscher Meister wurde. Er wechselte in der Sommerpause überraschend zum Erstliga-Absteiger GW Rösrath, also einem Liga-Konkurrenten des SC Reckenfeld. Daneben bilden gleich drei Spieler des Erstligisten SK Kamp-Lintfort das Gerüst der NRW-Auswahl: Marcel Bernsee, Yannik Holzum und Chris Prante.

Für Niedersachsen starten mit dem U24-Weltmeister Arne Schierbaum, Alexander Patterson und Christoph Hösel
drei Spieler des Zweitliga-Aufsteigers
VOK Osnabrück. Die Rollen sind somit recht klar verteilt.

Bei den Damen gehen drei Spielerinnen des deutschen Vizemeisters SK Langenfeld-Solingen für NRW
ins Rennen: die U24-Weltmeisterinnen
Laura Panneck und Anna Ribbers
sowie Nationalspielerin Sandra Zimmer. Die ebenfalls WM-erfahrene Annika Hilkmann komplettiert das Quartett. Als herausragende Spielerin auf niedersächsischer Seite ist Marion Niehoff
zu nennen: Sie spielt bei KF Nordhorn
in der 3. Liga bei den Männern mit und schloss die abgelaufene Saison auf Platz drei der Einzelwertung der punktbesten Spieler ab. Sie wäre wohl für jeden Frauen-Bundesligisten eine Bereicherung.

Der Wettkampf beginnt am Sonntag um 10.30 Uhr. Die Männer treten mit sechs, die Frauen mit vier Spielern an. Gespielt werden beide Vergleiche blockweise im Wechsel: Erst spielen die Männer ihren ersten Block, danach starten die Frauen, sodass beide Spiele gegen 15.30 Uhr beendet sein werden.
Kegelinteressierte Zuschauer sind herzlich willkommen.

Zweiter im NRW-Pokal

Und schon wieder Platz zwei: Die Kegler des SC Reckenfeld haben in dieser Saison ganz offensichtlich ein „Vize“-Abo. Nach dem knapp verpassten Sprung in die 1. Bundesliga durch Rang zwei in den entscheidenden Playoffs reichte es auch im Pokalfinale „nur“ zu Silber. In diesem Fall muss man allerdings sagen, dass diese Platzierung angesichts der Konkurrenz im Endspiel das Optimum war.

Erwartungsgemäß marschierte der Deutsche Meister SK Heiligenhaus im Finale der verbliebenen vier Teams einsam vorneweg, allen voran der vielfache Weltmeister Andre Laukmann, der auf der Anlage im „Rainbowpark“ in Wuppertal mit 934 Holz einen neuen Bahnrekord aufstellte. Doch auch seine Teamkollegen Raphael Kerkhoff (909 Holz), Marcel Grote (886) und Marcel Schneimann, der nach 90 Wurf durch Vincent Muschalik ersetzt wurde, (zusammen 877) erzielten durch die Bank Top-Ergebnisse, so dass am Ende für den Favoriten starke 3606 Holz zu Buche standen.

Dahinter aber lieferte sich der SCR ein spannendes Duell mit dem Erstliga-Absteiger CfK GW Rösrath. Die Rösrather Lars Kirschbaum (874), Benjamin Schmitz (856) und Sven Habeth (852) sowie die Reckenfelder Julian Geerdes (864), Andre Ahlers (864) und Jonas van Raalte (856) schenkten sich leistungsmäßig nichts. Matchwinner für den SCR war Nick von Voss, der mit 907 Holz als einziger Nicht-Heiligenhauser die 900er-Marke knackte. Rösraths Dominik Schmitz blieb mit 899 Holz knapp darunter – und so hatte der SCR im Duell der künftigen Zweitliga-Konkurrenten mit 3491:3481 Holz hauchdünn die Nase vorn. Die Drittliga-Mannschaft des SK Langenfeld/Solingen 2 kam als vierter Finalteilnehmer auf respektable 3300 Holz.  

Rösrath und Reckenfeld werden sich vermutlich schon in ein paar Wochen erneut über den Weg laufen. Dann in der 2. Liga – und mutmaßlich unter ganz anderen Vorzeichen. Denn personell soll sich – so ist zu hören – bei dem Team aus dem Bergischen einiges tun.

Platz Zwei im Pokalfinale

Wuppertal, Wuppertal, wir fahren nach Wuppertal

Das Saisonfinale liegt mehr als ein Vierteljahr zurück. Reckenfelds Kegler befinden sich im Sommermodus, den es an diesem Wochenende kurzzeitig zu verlassen gilt: Aus Termingründen findet das Endspiel im Pokalwettbewerb tief in der Spielpause statt. Und so muss der Zweitligist am Sonntag einen „Kaltstart“ hinlegen – trotz der aktuell herrschenden hitzigen Temperaturen.

Ein heißer Pokalfight ist nicht unbedingt zu erwarten, denn die Rollen sind im Finale der vier verbliebenen Teams klar verteilt: Der deutsche Meister SK Heiligenhaus, der auf dem Weg ins Endspiel schon die SCR-Reserve ausschaltete, geht als klarer Favorit ins Rennen. Wenn die „Heljens Red Lions“ in halbwegs etatmäßiger Besetzung antreten, dürfte ihnen der Pokalsieg kaum zu nehmen sein. Sollte Heiligenhaus straucheln, dürfte Erstliga-Absteiger GW Rösrath wohl die besten Karten haben. Als Underdog geht die Zweitvertretung des SK Langenfeld/Solingen auf die Bahnen im „Rainbow-Park“ in Wuppertal. Das Spiel beginnt um 10.30 Uhr. Der SCR spielt mit Andre Ahlers, Jonas van Raalte, Julian Geerdes und Nick von Voss.

SCR 2 schnuppert kurz an der Überraschung

Der Drittligist wehrte sich tapfer, war am Ende aber ohne Chance: Im Halbfinale des Pokalwettbewerbs verlor die 2. Mannschaft der SCR-Kegler am Mittwochabend standesgemäß gegen den amtierenden Deutschen Meister SK Heiligenhaus mit 3358:3483 Holz.

Der vielfache Weltmeister Andre Laukmann unterstrich in diesem Spiel eindrucksvoll seine absolute Ausnahmestellung in dieser Sportart. Lediglich auf seiner ersten Bahn tat sich Laukmann, der erst vor zwei Wochen seine Titelsammlung um zwei weitere WM-Goldmedaillen erweitert hatte, etwas schwer: „Nur“ 219 Holz spielte er auf Bahn 1. Danach ließ er drei Bahnen mit herausragenden Zahlen zwischen 240 und 244 Holz folgen – da konnten fachkundige Kegelsport-Anhänger ebenso wie neugierige Gelegenheitszuschauer am Wittlerdamm nur staunen. Am Ende blieb das Zählwerk für ihn bei 943 Holz stehen. Immerhin: der von SCR-Topspieler Andre Ahlers gehaltene Bahnrekord hat damit weiterhin Bestand.

Mit ebenfalls starken 895 Holz sorgte Reckenfelds Leihgabe aus der 1. Mannschaft, Julian Geerdes, dafür, dass sich der Rückstand noch in Grenzen hielt. Denn Andre Penz für den SCR (826 Holz) und Vincent Muschalik für Heiligenhaus (830) spielten auf einem Level. 52 Holz Rückstand nach dem ersten Block – damit konnten die Reckenfelder leben.

Im zweiten Block kam dann sogar richtig Stimmung auf, weil für die Gäste Raphael Kerkhoff mit einer schwachen 180er-Bahn begann, so dass der SCR wieder näher ran rückte. Und auf der vorletzten Bahn lag Heiligenhaus urplötzlich nur noch mit fünf Holz vorne. Doch in dieser Situation zeigte sich der Qualitätsvorsprung des Erstligisten: Kerkhoff und Nationalspieler Marcel Grote legten eine Schippe drauf, zogen unaufhaltsam davon und kamen mit 831 bzw. 879 Holz ins Ziel. Dieter Stumpe (825) und Udo Reinker (812) komplettierten das das ordentliche Ergebnis des SCR-Quartetts. Solide – aber für den Deutschen Meister reichte das am Ende nicht.

Die Rollen im Pokalfinale in Wuppertal sind damit klar verteilt: Heiligenhaus geht auch hier als klarer Favorit ins Rennen. Außenseiterchancen haben Erstliga-Absteiger CfK Rösrath und die Zweitliga-Mannschaft des SC Reckenfeld, die sich jüngst mit einem Sieg beim RSV Remscheid für die Schlussrunde qualifiziert hat. Das Finalfeld komplettiert Regionalligist SK Langenfeld/Solingen 2.

SCR 2 & SK Heiligenhaus 1